00:00:07: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge im Podcast Leivatsche Selbstliebe durch Heilung in der Tiefe.
00:00:12: Ich freue mich sehr, dass du mir heute wieder zuhörst und heute geht es um ein Thema was einfach immer und immer wieder in den Coachings auftaucht und zwar geht das um die Abgrenzung von den eigenen Eltern.
00:00:22: Und hierbei ist es ehrlich gesagt natürlich egal ob du grad viel oder wenig Kontakt mit deinen Eltern hast Ob sie noch leben oder nicht weil warum's nämlich eigentlich geht sind Eltern in deinem Kopf, also quasi das was du verinnerlicht hast auch von deinen Eltern.
00:00:35: Die Gedanken die hoch kommen wenn du vor Entscheidungen stehst und wo sie sich quasi an deinem Innern auch einmischen.
00:00:42: natürlich geht es auch um die Abgrenzung im Außen wenn du das möchtest.
00:00:44: also werden wir schon October sprechen.
00:00:45: aber letztlich geht's vor allen Dingen darum inner nicht davon freier zu werden und dich einfach ein Stückchen unabhängiger zu fühlen.
00:00:51: Also wenn das bei dir ein Thema ist und du manchmal das Gefühl hast immer noch die Stimme deiner Mutter zu hören wie du deine haushalt führst oder Deine Eltern sich tatsächlich auch sehr einmisch oder du dich da sehr verpflichtet fühlst auch, dann ist die Folge auf jeden Fall für dich.
00:01:05: Viel Freude beim Zuhalten!
00:01:17: Wenn Eltern sich zu sehr ins eigene Leben einmischen, dann nervt das echt sehr und beeinträchtig auch total die Freiheit.
00:01:23: Das sehen wir wirklich immer wieder in unseren Coachings.
00:01:26: Und wir sehen auch dass es altersunabhängig ist Dass Menschen dreißig, vierzig, fünfzig, sechszig, siebzig Jahre alt sein können Und das ist manchmal nicht mal mehr eine Rolle spielt ob die eigenen noch älter noch leben Trotzdem aber in Konstellation mit den eigenen Eltern auf so ein unfreies Gefühl da ist, das Gefühl irgendwie man wird immer noch behandelt wie ein Teenager.
00:01:45: Man wird nicht verfolgen genommen
00:01:46: und man isst auch nicht frei irgendwie sein Leben so zu bestalten, wie man es gerne möchte.
00:01:51: Das erleben wir immer wieder Und wir, das sind Nadine meine Frau und ich die sitzt nämlich hier mit mir auf dem Sofa wenn du bei YouTube schaust siehst du dass?
00:01:57: Wir machen ja mittlerweile unsere Programme alle gemeinsam, d.h.
00:02:01: wir bekommen das auch ständig mit und haben gedacht das ist ein Thema Da reden wir heute nochmal drüber Und wir haben ja, ich denke jetzt gerade vor allen Dingen eine Frau die da gerade in einem total tollen Abkopplungsprozess ist.
00:02:13: Die um die fünfzig ist und sehr nah auch bei ihren Eltern wohnt.
00:02:17: Da fängt das schon mal mit an.
00:02:18: Das natürlich die Wohnsituation auch damit rein spielt.
00:02:23: Erwachsene Menschen sehr nah mit ihren Eltern zusammenwohnen, entweder im gleichen Haus oder im gleichen Ort.
00:02:28: Oder im Nachbarort oder so.
00:02:29: Dann ist es häufig umso schwieriger was nicht heißt dass das per se ein Problem sein muss weil es kommt ja auch immer darauf an wie die Konstellation ist wie die Beziehung ist.
00:02:37: aber wenn es dir schwer fällt dich frei zu fühlen auch von dem was deine Eltern denken Wie sie sich einbischen, ist natürlich diese örtliche Nähe nochmal eine größere Herausforderung.
00:02:47: Und im Fall von dieser Frau ist es tatsächlich auch so dass die Eltern sehr nah wohnen und eigentlich auch von ihr erwarten das sie da mindestens einmal in einer Woche auf der Matte steht.
00:02:56: Eigentlich bis vor kurzem auch täglich Telefonate glaube ich stattgefunden haben.
00:03:00: Natürlich gibt's hier unterschiedliche Level wie viel Kontakt es so gibt.
00:03:03: aber Fakt ist wir beobachten immer wieder, dass erwachsene Menschen vor allen Dingen Frauen weil wir arbeiten überwiegend mit Frauen oft große Probleme haben wirklich ihren eigenen Weg zu gehen sich frei zu fühlen in ihrer Kindererziehung, in ihrer beruflichen Laufbahn.
00:03:19: In ihrer Haushaltsführung wie feste ausgerichtet werden wer eingeladen wird wie man Weihnachten verbringt wie man die eigenen Kinder erzieht das da einfach super viel mit rein spielt.
00:03:31: so was denken meine Eltern?
00:03:32: oder auch was sagen meine Eltern tatsächlich?
00:03:35: Also auf der einen Seite die Stimme im Kopf, die irgendwie immer da ist.
00:03:38: Wenn man vielleicht irgendeine Entscheidung trifft, die vielleicht auch ein bisschen mehr
00:03:42: Trag weiter hat aber
00:03:44: dann vermutlich auch ja in echtem Leben Weil die Stimmen im Kopf kommen ja nicht von irgendwem.
00:03:50: Das ist halt der Punkt, ne?
00:03:51: Selbst wenn zum Beispiel kein Kontakt mit den Eltern ist oder wenig Kontakt weißt du ja was sie sagen würden weil du hast ja dann ganz Kindheit und Jugend mit denen verbracht.
00:03:59: das heißt es kann sein selbst wenn du voll wenig Kontakt mit deinen Eltern hast dass du trotzdem Wenn du abends die Küche nicht aufräumst die Stimme von deiner Mutter irgendwie hörst die sagt Du kannst doch nicht die Küchen so...du musst doch die Kücher aufräumen kannst auch nicht so ins Bett
00:04:11: gehen.
00:04:11: Oder
00:04:12: dass wenn du deine Kinder ihre Hausaufgaben erst abends nach dem Abendbrot machen lässt, weil sie nach dem Taxi wieder draußen spielen wollen.
00:04:19: Dass du die Stimme deines Vaters hörst der sagt irgendwie du hast deine Kinder nicht im Griff und hier musst mehr Disziplin und was soll denn aus denen werden zum Beispiel?
00:04:26: Also ich glaube gerade bei diesem Erziehungsteam, da haben Eltern natürlich eine Meinung, weil Sie haben dich ja quasi so erzogen wie du jetzt bist und wenn Du es mit deinen Kindern anders machst, aus welchen Gründen auch immer dann fühlt sich das für deine Eltern
00:04:43: vielleicht
00:04:44: auch oft nicht richtig an und sie mischen sich ein.
00:04:46: Und sagen, so ein Kind braucht keine Ahnung geregelten Schlaf.
00:04:52: Das muss immer abends um sieben im Bett liegen und nein es braucht nicht einen Elternteil dass irgendwie zwei Stunden daneben liegt damit es einschlafen kann.
00:04:59: Das gab's bei uns früher auch nicht.
00:05:01: So dein Motor?
00:05:01: Ja, aus uns ist ja auch was geworden.
00:05:02: Genau!
00:05:05: Also ich glaube gerade bei der Kindererziehung ist es schon
00:05:08: sehr krass.
00:05:09: auch wirklich bei beruflichen
00:05:11: Entscheidungen.
00:05:11: Ich wollte es gerade sagen, voll, ne?
00:05:13: Das
00:05:13: glaube ich ist auch... Ich glaube
00:05:14: besonders schlimm wird das so, also je nachdem wie die Eltern halt gepult sind aber ganz häufig grade.
00:05:19: die Generation der Eltern eben war ja sehr auf Sicherheit getrimmt, auch als Nachkriegs-Generation und so.
00:05:25: Und wenn's dann darum geht irgendwie den Job zu kündigen vielleicht sogar sich selbstständig zu machen, dann wirds richtig kritisch oder irgendwas künstlerisches Kreatives
00:05:33: zu machen.
00:05:34: Oder!
00:05:34: Auch einfach mal zu sagen Boah, ich weiß jetzt noch gar nicht was ich machen will.
00:05:39: Ich weiß, ich will das nicht mehr weitermachen und dann bin ich jetzt vielleicht auch einfach mal vorübergehend arbeitslos.
00:05:45: Oh Gott!
00:05:46: Um Gottes Willen!
00:05:47: Genau, das ist so Aufgabe keinen Fall.
00:05:50: Wie sieht das denn
00:05:50: aus?
00:05:51: Ja,
00:05:52: oder du
00:05:52: machst ein Sabbatjahr um die Weltreise endlich mal zu machen von der Du seit Jahren träumst.
00:05:56: Und das sind dann gerade diese Veränderungen, also große Entscheidungen wie einen Umzug in einem anderen Wohnort in anderes Land.
00:06:04: Stell Dir das mal vor!
00:06:06: Oder halt im größeren Haus was vielleicht auch mehr Geld kostet... Was auch immer ne?
00:06:13: Man sagt, man möchte über Weihnachten mit den Kindern irgendwo hinfliegen und ist dann nicht dabei.
00:06:17: Das sind ja so Sachen wo extrem dann rein spielt häufig wie bewerten die Eltern das?
00:06:22: was sagen die dazu?
00:06:23: Was haben sie dafür eine Meinung?
00:06:25: Und je unabhängiger du davon bist desto höher die Wahrscheinlichkeit dass du am Ende das machst was von dir erwartet wird was deine Eltern für richtig halten und nicht unbedingt was du möchtest.
00:06:36: Das kann auch bei sowas anfangen wie welche Dinge kauft man ein, wie gestaltet man sein... gerade Haushalt ist ja wirklich so ein Thema.
00:06:43: Also gerade
00:06:45: unter Frauen?
00:06:46: Ja und du musst echt mal wieder die Fenster putzen, weil dann die Schwiegermutter schon wieder vorbeikommt oder so.
00:06:51: Da gibt es ja lauter Beispiele.
00:06:53: und sich daran von los zu lösen also bei diesen großen Entscheidungen oder wie man seinen Alltag gestaltet Wirklich die Frage und ich stelle fest, dass viele Menschen sich diese Frage gar nicht stellen tut mir so viel Kontakt auch eigentlich gut wenn es viel Kontakt gibt.
00:07:09: Ich habe neulich mein Reel gepostet mit dem
00:07:12: Text drauf,
00:07:13: nein du musst deine Mutter nicht jeden Tag anrufen.
00:07:16: Alter!
00:07:17: Die Leute sind völlig ausgerastet und ganz viele haben gesagt ja aber das tut man doch... die Eltern haben einem doch immer alles gegeben.
00:07:24: Das bin
00:07:24: ich doch meinen Eltern schuldig
00:07:25: so.
00:07:25: Genau, ich muss denen was zurückgeben und da kann man auch mal über seinen Schatten springen und muss nicht so egoistisch sein.
00:07:33: Und ich sage nicht, oder ich glaube wir beide vertreten nicht die Meinung, dass du keinen Kontakt mit deinen Eltern haben sollst.
00:07:39: Ich habe zum Beispiel ein total enges Verhältnis zu meinen Eltern.
00:07:41: Wir haben zwar nicht super viel Kontakt aber wenn wir uns sehen das ist es total herzlich, total warm, total interessiert und... ...ich merke aber wie sehr das polarisiert und ich glaube, dass das damit zusammenhängt, dass da ganz viel Pflichtgefühl auch immer mit rein spielt.
00:07:53: Ja
00:07:53: auf jeden Fall!
00:07:54: Und ich bin ja auch in der Position der Mutter quasi Erwachsenen-Söhnen.
00:08:01: Also wir sind jetzt noch nicht so super alt, aber zumindest aus dem Haus beide haben ihr eigenes Leben
00:08:08: und
00:08:09: bin dann ja auch in der Rolle, dass ich
00:08:11: sage,
00:08:12: sie brauchen mich jetzt auch nicht jeden Tag anrufen und ich muss auch nicht mit denen telefonieren und kann trotzdem behaupten das wir ein sehr gutes Verhältnis haben und dass die beiden gerne hierher kommen wenn wir uns sehen uns da auch eine Menge zu erzählen haben.
00:08:28: Und das ist halt einfach was anderes als wenn man sich jetzt jeden Tag anruft und versuchen würde irgendwie, so wie war denn der Tag ja gut?
00:08:38: Okay, dann...
00:08:39: Wenn das für beide Seiten wirklich so gewollt ist, ist ja nicht mal das ein Problem.
00:08:42: Nee, es ist nicht!
00:08:43: Es geht auch nicht darum, das zu verteufeln sondern wir stellen einfach nur fest dass viele Menschen sich diese Frage gar nicht stellen.
00:08:49: Wie viel Kontakt will ich eigentlich und wie gut tut mir das wirklich?
00:08:52: Ja
00:08:52: und ganz oft wird halt wirklich verwechselt diese Kontakthäufigkeit mit echter Nähe.
00:08:58: Stimmt.
00:08:59: Das sagt
00:08:59: einfach nichts über die Beziehung
00:09:01: aus.
00:09:01: Genau genau Es gibt auch Menschen, die jeden Tag mit ihren Eltern telefonieren und eigentlich aber gar nichts wirklich reden.
00:09:08: Ja!
00:09:08: Das wird dann nur oberflächlich geplänkelt.
00:09:10: wer jetzt weder was im Job war oder was die Kinder gemacht haben, genau ja?
00:09:15: Oder was man am Wochenende so vorhat und nicht wirklich wirklich miteinander redet.
00:09:20: Ich weiß zum Beispiel ich habe eine Kundin gehabt, die einmal die Woche mit ihrer Familie telefoniert und wo sie gemerkt hat das raubt ihr jedes mal so viel Energie und dass es zieht ihr jedes Mal den Akku leeren.
00:09:30: gleichzeitig ist da natürlich der Wunsch verbunden zu sein.
00:09:33: Das ist
00:09:33: auch nicht immer schwarz und weiß,
00:09:35: sondern es geht eigentlich ja darum erstmal sich zu fragen so wie viel Kontakt will ich?
00:09:38: Und wie viel Kontakt tut mir gut?
00:09:40: Wie sehr möchte ich dass meine Eltern sich einmischen in mein Leben mit meinen Lebensentscheidungen das was ich tue wo ich wohne wie ich meine Kinder erziehe wie ich mich ernähre welche Dinge ich kaufe wo ich Urlaub mache und sich dann aber auch zu fragen hey warum ist das vielleicht so dass mich das immer noch sehr stark beeinflusst Und das ist wiederum auch unabhängig von der Kontaktfrequenz.
00:10:04: Man kann auch wirklich den Kontakt zu den Eltern schon abgebrochen haben und sich trotzdem unfrei fühlen, und das ist dann nämlich das was dieses internalisierte ist.
00:10:13: Das ist so ein Begriff aus der Psychologie.
00:10:16: Wir haben sozusagen internalisierte Eltern – das bedeutet nichts anderes als wir haben innere Abbilder von Menschen in
00:10:23: uns drinnen.
00:10:25: Das heißt, du hast eine internalisierte Mutter.
00:10:27: Also
00:10:27: als hättest du so ein inneres Bild wie deine Mutter ist?
00:10:30: Wie die denkt, was sie sagt, was dir für Werter hat, wie ihre Meinung ist... Du hast auch ne internalisierte Version von deinem Vater Was der denkt und so weiter.
00:10:39: Und diese internalisierten Versionen deiner Eltern sind die, die meistens die größte Einschränkung mit sich bringen Weil das ist nämlich dann genau dass wenn du Die Küche unordentlich lässt und abends ins Bett geht wo diese internalisierte Mutter in diese Stimme in deinen Kopf sagt Jetzt kannst du nicht machen.
00:10:54: Jetzt hast du dein Leben nicht mehr im Griff, zum Beispiel!
00:10:57: Die internalisierte Stimme von deiner Mutter sagt dir vielleicht wie du willst deinen Job kündigen und du willst dich selbstständig machen bist du bescheuert deinen sicheren Job aufzugeben?
00:11:05: Und damit kannst du noch nicht leben.
00:11:07: wer soll das denn kaufen?
00:11:08: wie soll das funktionieren?
00:11:10: ja
00:11:11: und
00:11:12: Das kann sein dass diese internalisierten Versionen deine Eltern in dir bleiben selbst wenn du dich im außen sehr stark abgrenzt.
00:11:18: deswegen ist es glaube ich wichtig immer auf beiden
00:11:20: Ebenen zu gucken
00:11:22: Also in sich drin frei zu werden und da hilft halt die Arbeit mit der eigenen Historie, mit dem inneren Kind super krass sich davon zu lösen.
00:11:30: Und im Außen aber auch wirklich sich immer wieder zu fragen wie möchte ich es gestalten?
00:11:34: Wie viel tut mir gut und wieviel aber auch nicht.
00:11:36: Ich glaube auch wirklich dass es beides braucht.
00:11:38: also das...einen von beiden hilft nicht um sich am Ende wirklich freier zu fühlen.
00:11:44: weil wenn man's nur im Kopf hat Wenn man dann irgendwie
00:11:48: zu einem
00:11:48: Familientreffen geht und dann geht's wieder los, dann kriegt man die Brücke nicht geschlagen.
00:11:54: Und wenn man es
00:11:55: nur über den
00:11:56: Kontakt macht, dann hat man halt diese inneren Stimmen in sich drin.
00:11:59: Deshalb
00:12:00: ich glaube auch dass beide... Es sei denn, es gibt schon keinen Kontakt mehr oder die Eltern leben nicht mehr.
00:12:05: aber dann merkst du vielleicht selbst wenns kein Kontakt gibt das trotzdem diese Energie irgendwie in dir drin ist und dass du natürlich auch super viele Überzeugungen übernommen hast.
00:12:14: Das passiert automatisch, das können wir gar nicht verhindern.
00:12:16: Wir übernehmen Überzeugung und Werte von den Menschen mit denen wir viel Zeit verbringen vor allen Dingen so in den ersten Lebensjahren Und entweder wir sind uns dessen bewusst dann können wir es auch drehen und bewusst anders gestalten oder eben nicht.
00:12:27: und dann ist es halt schwieriger weil Dann kann es auch dazu führen dass man dann ähnliche Entscheidungen trifft und vielleicht auch Haltensweisen verkörpert die man gar nicht so will.
00:12:35: zum Beispiel Dass man die Kinder so erzieht wie man selber erzogen wurde.
00:12:40: Dabei will man es eigentlich ganz anders machen.
00:12:41: Möchte eigentlich viel liebevoller sein, viel bedürfnisorientierter zum Beispiel.
00:12:46: Ja und auch wenn wenig Kontakt da ist, führt man sich ja dann oft schuldig.
00:12:52: Das ist ein Stück weit eine Unfreiheit.
00:12:55: Stimmt!
00:12:56: Also das ist wirklich außer dass man vielleicht schafft man das, ich reduziere den Kontakt
00:13:02: und
00:13:03: schütze meine Grenze aber vielleicht fühlt man sich dabei auch die ganze Zeit schuldigt ... auch nur ein Teil.
00:13:11: Genau, dann hast du ihn aus
00:13:12: die Grenze gesetzt... ... aber du hast es trotzdem in den Payton, ne?
00:13:14: Ja genau!
00:13:16: Und du fragst immer, müsste ich nicht mal wieder hinfahren,... ...müsste ich nicht doch mal anrufen.
00:13:20: Das ist für die ganze Zeit im Kopf drin und das macht ja auch unfassbar was mit dir.
00:13:26: Total, ja.
00:13:28: Also deswegen... Es ist natürlich eine Trainingssache ein Stück weit also... Ich glaube es ist ein Stückweit normal erstmal ein Schuldgefühl zu haben wenn man... anfängt sich abzugrenzen, wenn man sagt ich möchte nicht mehr jeden Tag telefonieren oder ich möchte dieses Jahr Weihnachten anders machen oder ich lade vielleicht mal nicht alle zum Geburtstag ein so wie es immer gemacht hat.
00:13:47: Ich glaube das ist auch ein Stück weit normal dass das ein blödes Gefühl erstmal ist vor allen Dingen wenn die beteiligten in dem Fall die Eltern auch durft darauf reagieren und das kann halt passieren Da Unverständnis ist, dass da vielleicht auch Vorwürfe kommen.
00:14:00: Dass da Enttäuschung ist... Was weiß ich?
00:14:03: Ja vor allem wenn es fünfzig Jahre lang so gemacht wurde
00:14:05: oder sechszig
00:14:05: oder dreißig
00:14:07: und dann plötzlich
00:14:08: sagst du ne dieses Jahr Weihnachten fliege ich aber
00:14:11: ins Skiurlaub
00:14:12: oder fahre ich ins Sniurlaub
00:14:13: Genau!
00:14:13: Oder auf die Kanaren
00:14:14: ja
00:14:15: oder
00:14:16: ne Plötzlich einfach
00:14:18: was anders ist.
00:14:19: Und natürlich
00:14:20: ist denn irgendwie Wenn dieses Gebohnte dann weg riecht das
00:14:25: kann doch Angst machen
00:14:26: Ja.
00:14:29: Und deswegen ist es aber halt umso wichtiger, ja da dran zu bleiben und auch wirklich sich mit diesem Gefühl auseinanderzusetzen was in dem Moment kommt zum Beispiel das Schuldgefühl oder vielleicht auch die Scham und mit diesen inneren Stimmen auch zu arbeiten, vielleicht auch mit dem Inneren Kind zu arbeiten um sich davon unabhängiger machen und freier zu werden und eben aber auch darauf zu vertrauen, dass es vielleicht auch ein bisschen Zeit braucht bis sich Menschen zum Beispiel auch daran gewöhnen wenn du es plötzlich anders handhabst.
00:14:59: Und das heißt nicht, dass die Beziehung eben per se schlechter sein muss.
00:15:01: wir sehen das öfter auch bei Klienten, die sich so abgrenzen, wo das am Anfang vielleicht auch Unruhe gibt.
00:15:07: Wo es vielleicht auch Widerstand stößt, wo es erstmal Unverständnis gibt, vielleicht Vorwürfe gibt... Das ist aber mit der Zeit und sich meistens einpendelt und manchmal sogar die Beziehung dadurch besser wird.
00:15:18: Ja!
00:15:19: Das haben wir tatsächlich jetzt in letzter Zeit schon öfter wirklich ganz konkret gesehen, wo man gesagt hat, ja vorher war irgendwie täglich Kontakt in welcher Form auch immer.
00:15:31: Und dann hat man sich mal zurückgezogen und plötzlich kann man sich irgendwie wieder ganz anders begegnen, also das klingt jetzt irgendwie ein bisschen isopterisch.
00:15:39: aber plötzlich redet man nicht mehr über Alltagsgedöns sondern plötzlich geht es mal wirklich um die echten Dinge.
00:15:46: Genau!
00:15:47: Und gleichzeitig kann man's halt nicht erwarten ne?
00:15:49: Weil das ist halt auch was wir immer wieder beobachten dass in vielen Erwachsenen – und das ist völlig altersunabhängig doch irgendwie noch so dieser Wunsch Manchmal ist es auch nur unbewusst, aber wir kriegen das immer wieder mit zu dieser Wunsch, dass vielleicht doch noch irgendwann der Moment kommt wo die eigenen Eltern sich wirklich für einen interessieren.
00:16:07: Wo sie einen wirklich verstehen oder wo sie einem endlich die Liebe geben nach der man eigentlich schon immer gesehen hat.
00:16:13: und Das kann auch ein schmerzhafter Prozess sein, irgendwann für sich einzugestehen oder zu erkennen, das wird nicht mehr kommen.
00:16:19: Oder es ist sehr sehr sehr unwahrscheinlich, dass es kommt.
00:16:23: Und wenn so lange aber diese Hoffnung noch da ist und dieser wunsch kann es sein, dass man immer wieder probiert.
00:16:28: Immer wieder versucht in die Verbindung zu gehen und sich zu öffnen.
00:16:32: Und dann immer wieder diese Enttäuschung ist scheiße!
00:16:34: Es ist doch alles wie immer.
00:16:35: ich werde wieder nicht verstanden Ich fühl mich wieder nicht gesehen.
00:16:38: Ich fühle mich wieder nie geliebt so wie ich bin.
00:16:41: Das kann sich aber wirklich bis ins... ein bisschen zu höhere Alter drehen.
00:16:44: Ich habe mal mit einer Frau gearbeitet, die mir schon Mitte sechzig selber fünf Kinder, die immer noch bei ihrer Mutter gesucht hat nach Anerkennung und Liebe und so.
00:16:52: Und wenn man sich diese Klatsche immer wieder holt, tut es halt auch immer wieder weh!
00:16:56: Das heißt manchmal ist es auch so ein Teil des Selbstheilungsprozesses zu sagen... das wird vielleicht
00:17:01: mein Leben lang nicht mehr kommen?
00:17:04: Zeptiert jetzt, dass meine Eltern mir das gerade so nicht geben können.
00:17:08: Ich meine in den selten Fällen ist ja keine Liebe da!
00:17:12: Sie wird nur auf eine ganz andere Art und Weise gezeigt weil die Eltern es vielleicht auch selber nicht anders können, anders gelernt haben.
00:17:21: Und wahrscheinlich muss man wirklich an irgendeinem Punkt auch sagen... Die sind wie sie sind aber ich kann sie nicht ändern und dann würde sich auch wahrscheinlich nichts mehr ändern.
00:17:30: Aber ich kann halt für mich versuchen was zu
00:17:31: ändern.
00:17:32: Genau Und das ist aber halt auch ein Prozess.
00:17:35: Ich glaube, dass man sich da auch von der Erwartungshaltung lösen sollte, dass das von jetzt auf gleich sich irgendwie löst.
00:17:40: Gerade wenn es über Jahrzehnte vielleicht auch verstrickt ist... ...wenn du vielleicht schon seit Jahren mit deinen Eltern immer wieder aneckst und immer wieder das Gefühl hast Du musst also kämpfen darum, dass Du irgendwie Dein eigenes Ding machen kannst Dass Du wertgeschätzt wirst für die Entscheidung, die Du triffst und die sich da weniger einmischen.
00:17:57: Das ist ein Prozess und es braucht auch Zeit.
00:17:59: Wichtig ist aber, dass du da halt für Dich dran bleibst.
00:18:02: so, worum geht es ja eigentlich wirklich?
00:18:04: Und ist das jetzt der erwachsene Mensch hier, der da in Interaktion ist?
00:18:08: oder ist der kindliche Anteil, der immer noch die Liebe sucht und die Anerkennung.
00:18:13: Deswegen vielleicht auch zu sehr in die Anpassung geht dann doch wieder ein paar Jahre länger in dem Job bleibt, der eigentlich total unerfüllend ist.
00:18:19: aber weil das ist das wo die Eltern halt Anerkennen für geben oder vielleicht doch die Kinder auf die Schule schickt, die die Eltern für richtig halten.
00:18:28: Weil da haben sie die besten Chancen später einen Berufsleben.
00:18:31: Das kann
00:18:31: doch die Auswanderung verschiebst weil es vielleicht
00:18:35: besser aussieht.
00:18:36: Die Eltern wollen die Enkel aufwachsen sehen oder brauchen Unterstützung oder werben das ab?
00:18:42: Ich meine das sind jetzt sehr extreme Beispiele.
00:18:44: aber es können auch so Kleinigkeiten sein wie dass man dann doch eben wieder am Sonntag zum Kaffee dahin fährt obwohl man eigentlich was anderes bräuchte und so sich damit jedes Mal ein Stückchen irgendwie auch selber verrät und vor allen Dingen ja, dass eigentlich den Eltern gegenüber gar nicht so wertschätzend ist.
00:19:03: Also wenn ich mich jetzt in die Mutterrolle hineinversetze... Du kennst es!
00:19:06: Wie würdest du dich fühlen?
00:19:08: Wenn du eigentlich die ganze Zeit spüren würdest deine Kinder melden sich aus Pflichtgefühl kommen, aus Pflechtgefühl vorbei das ist doch
00:19:14: Käse Das ist voll kacke
00:19:16: Hätte ich gar keinen Bock drauf als Elternteil.
00:19:18: Sondern ich würde dann Für mich, als Eltern ... Ich hab keine eigenen Kinder.
00:19:22: Wenn ich mich da reinversetze, fände ich's viel schöner, wenn meine Kinder sich seltener melden würden oder vorbeikommen würden.
00:19:27: Aber wenn sie sich melden und vorbeikkommen, tun Sie es aus vollem Herzen.
00:19:30: Weil sie wollen nicht, weil sie sich verpflichtet fühlen.
00:19:33: Ja, das ist eine ganz andere Energie.
00:19:36: Das ist viel schöener.
00:19:37: Aber ich glaube, dass eben viele Eltern tatsächlich die Erwartungshaltung haben.
00:19:43: Und das auch gar nicht spüren.
00:19:45: Deswegen ist es eben umso wichtiger ... sich da dann auch loszulösen, wenn man jetzt Eltern hat die das ganz klar auch vielleicht so formulieren.
00:19:51: Ich hab dich großgezogen damit du dich um mich kümmerst, jetzt hohe ich alt werde?
00:19:54: Gibt's ja auch!
00:19:54: Ich habe Kinder in die Welt gesetzt damit ich im Alter nicht
00:19:57: alleine bin.
00:19:57: Das haben wir wirklich mal von einer geführt.
00:20:00: Ja, wirklich genau so wie gesagt hat hier.
00:20:03: mein Sohn ist jetzt achtzehn geworden aber ich habe den ja nicht auf die Welt gebracht damit er jetzt sein eigenes Leben lebt und seinen Ding macht.
00:20:11: Der hat gefälligst in meiner Nähe zu bleiben und wir so, what?
00:20:14: Ja was gibt da
00:20:15: wirklich
00:20:16: Menschen die Kinder kriegen weil sie einfach Gesellschaft wollen.
00:20:21: Weil sie auch Angst haben im Alter irgendwie alleine zu sein ohne Unterstützung.
00:20:25: Aber das
00:20:26: ist nicht die Rolle der Kinder!
00:20:28: Und egal wie alt du jetzt
00:20:30: bist
00:20:31: oder der du uns jetzt zuhörst es ist nicht ein Job der Unterhalter- oder Pflegepersonen für deine Eltern zu sein möchtest und von Herzen tust.
00:20:39: Mach bitte!
00:20:40: Wir haben auch vor kurzem mit einer Frau gesprochen, die gesagt hat ich bin total gerne für meine Eltern bei.
00:20:44: Ich gebe da total gerne was zurück.
00:20:46: alles bein no problem so.
00:20:48: aber es ist halt oft so mega mega verstrickt und macht so wahnsinnig unfrei.
00:20:53: ja das ist eigentlich so unsere message und wir haben auch in diesem jahr noch ein programm dazu.
00:20:58: im juli startet das oder habe jetzt gar nicht
00:21:01: vorbereitet dass er
00:21:01: heute drüber sprechen.
00:21:02: aber genau sonnenwurzeln Wo wir genau darüber sprechen, wie man sich eben aus diesen Familiendynamiken nachhaltig löst.
00:21:09: Also sowohl mit der Ursprungsfamilie dass man sich da unabhängiger macht und freier wird auch sein eigenes Leben zu führen aber auch wenn man selber Kinder hat das nicht so weiterzugeben weil das ist ja oft
00:21:20: passiert
00:21:21: von alleine.
00:21:21: Ja also das ist halt auch ein
00:21:23: Ablöseprozess.
00:21:25: ich jetzt mal die Perspektive als Mutter sehe Weil ich meine, wir haben ja alle unsere Rollen und die Kinder sind halt die Kinder.
00:21:32: Und dann zu sagen irgendwann so mit achtzehn oder mit Tag das Auszug... So jetzt geht mir das alles nichts mehr an!
00:21:39: Jetzt frage ich nicht mehr nach ob sie alles erledigt haben?
00:21:43: Jetzt kümmere ich mich nicht mehr um XY.
00:21:46: Das gehört
00:21:47: halt auch ein Stück weit dazu
00:21:48: Sie
00:21:48: auch mal ehrlich gesagt auf die eigene Nase fallen zu lassen und dass sich das alles irgendwie neu
00:21:55: puzzelt.
00:21:56: Trotzdem Wissen sie ja, du bist da.
00:21:58: Die können es immer nicht wenden.
00:22:01: und das ist ja das Schöne wenn so eine gesunde Verbindung ist dass man auch weiß Es gibt die Unterstützung aber es wird auch nicht zwingend erwartet dass man irgendwie immer da ist und immer auf der Mathe steht
00:22:12: und mitdenkt.
00:22:13: Aber das haben wir wirklich auch noch fünfzigjährige Dass irgendwie die Eltern
00:22:19: noch mitdenken für ihre Kinder,
00:22:22: also wo man denkt so ja ich werde es schaffen mir was
00:22:26: zu machen.
00:22:26: Ja oder auch Partnerwahlen das haben wir zum Beispiel gar nicht drüber gesprochen dass sich in die Partnerwahl einmischen.
00:22:31: oder jetzt im Bereich der Queeren-Community, dass wir wirklich von erwachsenen Menschen die vierzig, fünfzig, sechszig Jahre alt sind hören dass sie von ihren Eltern plötzlich ignoriert werden über Monate weil sie sich als Queer outen oder als Homosexuell z.B.
00:22:48: So und das ist natürlich dann mega schmerzhaft und da aber auch umso wichtiger zu sich zu stehen.
00:22:53: Und zu sagen, ich gehe bei diesem Weg für mich... ...und wenn meine Eltern das nicht verstehen, dann verstehen sie es nicht!
00:22:57: Aber ist mein Weg und das ist meine Identität, ne?
00:23:00: Ja.
00:23:00: Es ist ja auch ein großes Thema.
00:23:02: Also in Sonnenwurschen werden wir da intensiv dran arbeiten.
00:23:04: Das heißt, wenn's für dich interessant ist, kannst du uns auch gerne mal schreiben.
00:23:07: Es gibt auch einen Frühbucherpreis, also so'n Vorverkaufspreis.
00:23:11: Den weiß ich aber gerade nicht auswendig.
00:23:13: Wenn Sie interessiert, melde ich.
00:23:15: Da kann man dich schon mal reinbuchen zu einem Special- schreibt uns einfach die E-Mail oder bei Instagram, ganz unkompliziert.
00:23:22: Da können wir da auch gerne noch ein bisschen mehr zu erzählen.
00:23:24: Das ist das Thema, dass es sehr gut passt und es ist übrigens auch Bestandteil unserer Jahresreise von unserem Sonnenmenschventuring wo ja eh alle Programme mit drin sind.
00:23:33: also wenn du in so einem Programm cool findest ist das auch eine Überlegung wert.
00:23:36: genau aber das erst mal heute zum Thema Abgrenzung von den Eltern.
00:23:40: Also zum Abschluss nochmal der Appell an dich Du darfst dein eigenes Leben führen Welchen Beruf du wählst und das auch, egal wie alt du bist dich nochmal umentscheiden.
00:23:52: Auch beruflich.
00:23:54: Du darfst aber nachdenken wo du leben willst völlig unabhängig davon was deine Familie dazu sagt
00:23:58: mit
00:23:59: wem du leben wirst.
00:24:00: Mit wem?
00:24:01: Wie vielen und so und all sowas ist wenn du selber Kinder hast.
00:24:06: Du entscheidest, wie du deine Kinder erziehen möchtest.
00:24:09: Welche Werte du vermitteln möchtesst... Wie du Partnerschaft leben willst?
00:24:13: Wie du dich ernähren möchtisst!
00:24:14: Wie du einkaust und wie du Urlaub machst ist dein Leben Und du darfst das frei entscheiden.
00:24:18: Ich weiß es fühlt sich nicht immer so an dass man diese Freiheit hat, aber man kann sich erarbeiten.
00:24:23: Und wir sehen das wirklich bei den Menschen mit denen wir arbeiten wie die sich über die Zeit immer mehr frei strampeln und immer mutiger werden auch ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und dann auch die Erfahrung machen hey es funktioniert ja!
00:24:35: Das ist so ein unfassbares Freiheitsgefühl.
00:24:37: dann also es geht bleibt dran.
00:24:40: geh für dich.
00:24:41: lasse ich nicht von den alten Fesseln quasi zurückhalten.
00:24:44: es ist dein Leben gehört dir.
00:24:46: lebst auf deine Weise damit du im Ende sagen kannst geil Es war wirklich mein Leben und nicht das, was von mir erwartet wurde.
00:24:53: Das war es für uns heute!
00:24:55: Tschüss bis zum nächsten Mal, ciao Kakao!